Workshop vor Ort:

Partizipation gestalten und leben

Das Kind als Individuum mit Rechten verstehen

  • Handlungsfeld: Pädagogik
  • Dauer: 7:15 h inkl. Pausen
  • Personenanzahl: max. 25 Personen
  • Veranstaltungsformat: Workshop
Preis: 1.290,00 € zzgl. Reisekosten

Beschreibung:

Partizipation in Kindertagesstätten ist als Thema der Frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung nicht mehr wegzudenken. Hierbei stützt man sich nicht nur auf das Recht der Kinder zur Mitbestimmung, wie z.B in den UN-Kinderrechtskonvention oder im SGB VIII festgehalten, sondern auch die Bewegungen der Inklusion, einer Pädagogik der Vielfalt, Diversity, Demokratiebildung in der Kita, spielen eine wichtige Rolle.

Partizipation und Beteiligung wird hierbei als Schlüssel zu Bildungschancen und Teilhabe verstanden. Partizipation erfordert ein Umdenken in der Frühpädagogik. Die Herausforderung besteht darin, Kinder nicht mehr als Gegenstand der pädagogischen Arbeit zu betrachten, "an" denen gearbeitet wird, sondern als gleichwertige Menschen mit eigenen Rechten, denen man zutrauen kann und soll, diese auch wahrzunehmen.

Mit Blick auf die gesellschaftlichen Veränderungen und die damit verbundenen Herausforderungen gilt es nach wie vor das Kindeswohl an die erste Stelle zu rücken. Denn nicht erst seit dem bundesweiten Ausbau an Krippenplätzen und ausgelöst durch das Gesetz zur Förderung von Kindern unter 3 Jahren in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (KiföG), liegt der Fokus der öffentlichen und elementarpädagogischen Diskussion nun auch vermehrt bei den Kleinen und Kleinsten.

Zur qualitativen Entwicklung gehört daher hier auch das Thema Partizipation in der Krippe, auch wenn es bisher eher mit Kindern zwischen 3 und 10 Jahren in Verbindung gebracht wird. Und in der Tat können bei diesem Thema Fragen auftauchen, die sich als vermeintliche Hemmschwellen entpuppen: Wie soll das noch nicht sprachfähige Kind sich verständigen? Achten Kinder in dem Altern nicht vorrangig auf ihre eigenen Bedürfnisse? Sind dort Abstimmungen überhaupt möglich und vor allem wirklich sinnvoll?

Diese Fragen sind berechtigt, jedoch muss zur ihrer Beantwortung zuallererst geklärt werden, was unter Partizipation in der Krippe und auch in der Kita verstanden wird und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein sollten. Denn grundsätzlich geht es darum, dass Kind als eigenständiges individuelles Subjekt zu betrachten, dass ein Recht darauf hat, an Entscheidungen, die es selbst betreffen, beteiligt zu werden.

Das bedeutet: Partizipation muss nicht immer eine "Abstimmung" im engeren Sinne des Wortes sein, Kleinstkinder müssen also nicht zwangsläufig einen Klebepunkt für die Auswahl der neuen Raumdekoration oder für das Mittagessen am nächsten Tag vergeben. Aber wie sieht es aus, wenn er oder sie gerade mal nicht auf den Arm möchte? Wenn er oder sie nicht von Erzieher/in XY gewickelt werden möchte, sondern lieber von Erzieher/in Z? Könnten Kleinstkinder hier mitentscheiden? Und wie sieht es bei den Kitakindern aus? Dürfen diese entscheiden ob sie am Mittagessen teilnehmen wollen? Oder welches Projekthema gerade durchgeführt oder wie der Gruppenraum eingerichtet wird?

Folgende Methoden kommen zum Einsatz: Input und Vortrag, Erlebnisorientierte Auseinandersetzung, Erarbeitungsphasen, Austausch, Gruppenarbeit, Diskussion, Kleingruppenarbeit, Reflexion und Praxis-Transfer

Hinweis:

Alle Teilnehmer/innen erhalten nach Abschluss der Veranstaltung auf Wunsch ein Teilnahmezertifikat. Ferner wird von der Referentin eine Foto-Dokumentation vom Tag erstellt. Die Fotos und erarbeiteten Inhalte werden auf CD gebrannt und der Einrichtung im Nachgang der Weiterbildung zur Verfügung gestellt.Individuelle Absprachen hinsichtlich der behandelten Inhalte und des Ablaufs der Veranstaltung sind jederzeit im Vorfeld möglich. Bitte weisen Sie uns auf besondere Wünsche bei Ihrer unverbindlichen Buchungsanfrage hin. Unsere Service-Mitarbeiter bzw. Referenten werden diese dann gemeinsam mit Ihnen abstimmen.

Interessant für:

Pädagogische Fachkräfte, Kita-Teams, Kitaleitungen, Erzieher

Ziele:

  • Auseinandersetzung mit dem Thema Partizipation
  • eine Begriffsschärfung - Kernprozesse für Partizipation aufdecken
  • Mitbestimmungsrechte diskutieren und festlegen
  • Wie können Beteiligungsverfahren angemessen und altersgerecht gestaltet werden?
  • Was gehört zu einer wertschätzenden Interaktion und Kommunikation?
  • Elternarbeit und Partizipation - was gilt es zu bedenken?
  • Ideen, Tipps und Umsetzungsformen aus anderen Kitas kennenlernen
  • Einen Standpunkt entwickeln und sich auf Regeln im Team festlegen
  • strukturelle Verankerung des Themas in der Kita
  • Mit- und Selbstbestimmungsbereiche für Kinder definieren

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Referentin

Ursula Günster-Schöning

der Expertin für: Organisation & Verwaltung, Personal & Führung, Pädagogik

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