Seminar vor Ort:

Umgang mit verhaltensoriginellen Kindern

Das betroffene Kind aus der Täter- und Sündenbockrolle holen

  • Handlungsfeld: Pädagogik
  • Dauer: 8 h inkl. Pausen
  • Personenanzahl: max. 20 Personen
  • Veranstaltungsformat: Seminar
Preis: 990,00 € zzgl. Reisekosten

Beschreibung:

Im Umgang mit verhaltensoriginellen Kindern liegt das Augenmerk zumeist auf der sekundären Symptomatik: der Störung sozialer Abläufe, den Verhaltensstörungen oder der Verletzung der Grenzen anderer. Reagiert wird oft aus Hilflosigkeit mit Appellen, Ordnungsaufrufen, und Bestrafungsritualen. Wir wollen den Problemen im Kita-Alltag oft mit Macht Herr werden, ohne uns in die subjektiven Bedeutungs- und Erlebnisbahnen des Kindes einzufühlen. Das Seminar will neue Sichtweisen und Blickwinkel im Umgang mit verhaltens-originellen Kindern erschließen und Steuerungshilfen bzw. Initiierungsstrategien gemeinsam anhand praktischer Beispiele erproben.

Der bedeutende englische Kinderpsychotherapeut D. W. Winnicott (1896-1971) sagte einmal dem Sinn nach: Solange Kinder mit ihren noch so verfremdeten, bedürfnisverschobenen, vielleicht sogar destruktiven oder gewalttätigen Handlungsweisen sich auf uns oder die anderen Kinder beziehen, haben sie noch Hoffnung, dass es da irgendwo einen Erwachsenen gibt, der sie und ihre Handlungsweisen versteht und ihnen in ein erfülltes und friedvolles Leben verhilft.

Ihre primäre Beeinträchtigung oder Behinderung wird als solche oft nicht wahrgenommen. Und es wird ebenso nicht wahrgenommen, dass Qualitäten der Selbststeuerung fehlen und Hilfe von außen angeboten werden muss, damit das Kind nachreifen kann.

Wir wollen die Ohnmacht der begleitenden Erzieherinnen verwandeln in eine Zuversicht, die an die eigenen Mitgestaltungsspielräume glaubt und Formen findet, das betroffene Kind anzunehmen, es nicht zu verurteilen, mit ihm zu kooperieren. Dazu gehört es auch, die berechtigten Bedürfnisse der anderen Kinder berücksichtigen zu lernen und es unter dieser Voraussetzung so sein zu lassen, wie es ist.

Gelingt es uns, die Lebensumstände des Kindes nicht abschließend zu bewerten, haben wir in der Beziehung zum Kind schon viel gewonnen. Es gibt keine Lebensumstände, die dazu berechtigen, die Vorstellung einer hinreichend guten Zukunft für ein Kind auszuschließen.

Sie werden erstaunt sein, wenn es uns gelingt, sichtbar zu machen, wo das auffällige Kind wirklich steht (dass es nicht gegen die anderen Kinder sein will, sondern mit sich selbst nicht gut ist). Denn dann wird es in den anderen Kindern Verbündete finden, die helfen wollen.

Dazu setzen wir uns intensiv mit den psychologischen Mechanismen auseinander, die schwierigen Verhaltensweisen zugrunde liegen können. Sie lernen verschiedene Störungsbilder kennen und erfahren, welche Beziehungsangebote betroffenen Kindern gemacht werden können, um das schwierige Verhalten zu durchbrechen, sodass sowohl das Kind selbst, die Erzieher/innen als auch die übrigen Kinder davon profitieren.

Hinweis:

Alle Teilnehmer/innen erhalten nach Abschluss der Veranstaltung auf Wunsch ein Teilnahmezertifikat. Individuelle Absprachen hinsichtlich der behandelten Inhalte und des Ablaufs der Veranstaltung sind jederzeit im Vorfeld möglich. Bitte weisen Sie uns auf besondere Wünsche bei Ihrer unverbindlichen Buchungsanfrage hin. Unsere Service-Mitarbeiter bzw. Referenten werden diese dann gemeinsam mit Ihnen abstimmen.

Interessant für:

Pädagogische Fachkräfte, Kita-Teams, Erzieher, Kitaleitungen

Inhalt & exemplarischer Ablauf:

  • Wie machen sich verhaltensoriginelle Kinder bemerkbar? Wodurch fallen sie auf?
  • An welcher Stelle sind wir selbst verhaltensoriginell? Was haben wir davon? Was nützt uns das?
  • Welche Symptome und Nöte lauern hinter den originellen Verhaltensweisen? Was verbirgt sich dahinter?
  • Wie können wir Kontakt bekommen, zu dem "inneren Kern" des Kindes, zu der Quelle, von der aus die originellen Verhaltensweisen als Lösung ihren Weg finden?
  • Ist Verhaltensoriginalität nur störend? Wo haben wir alle Gewinn davon?

Ziele:

  • Wahrnehmungsbeeinträchtigungen, Körperbildstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Beziehungsstörungen, Entwicklungsstörungen erkennen lernen und Beziehungsangebote dazu entwickeln, die dem Kind weiterhelfen
  • Destruktive Muster und ihre Auswirkungen auf uns selbst verstehen lernen
  • Die eigenen Grenzen von Unterstützung benennen und annehmen lernen

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Referent

Joachim Armbrust

Experte für: Schulkultur, Unterricht & Erziehung

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